Projekte

Gemeinsam gegen B

Der Einsatz gegen Hepatitis B ist der primäre Fokus von Bénin Santé seit 2014/15. Umfasst sind grundsätzlich aber auch Aktionen gegen die anderen Arten von Hepatitis, insbesondere Hepatitis C.

Das Projekt wurde von der WHO begrüßt.

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Hepatitis B – Allgemeines 
Das Hepatitis B-Virus ist eines der 10 gefährlichsten und ansteckendsten Viren der Welt. Hepatitis B wird ähnlich wie das HI-Virus in erster Linie über das Blut und ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen, außerdem häufig von Schwangeren auf ihre Kinder. Die Infektion kann sich in einer akuten Erkrankung äußern, die in der Regel nach sechs Monaten ausgeheilt ist. Etwa 1-5% der Infizierten weltweit leiden jedoch unter chronischer Hepatitis B, deren Folgen Leberzirrhose und Leberkrebs sind.

Ca 8% der Bevölkerung Benins leidet unter chronischer Hepatitis, das sind zwischen 765.000 und 800.000 Personen. Rund 240.000 chronisch Erkrankte entwickeln in der Folge Leberzirrhose, mehr als 50.000 davon erkranken an Leberkrebs. Aufgrund der mangelnden medizinischen Versorgung der Bevölkerung wird die Erkrankung meist erst im Endstadium festgestellt. Viele junge Beniner sterben daher an den Folgen einer Hepatitis-B-Infektion. Dadurch wird auch die wirtschaftliche Lage des Landes weiter geschwächt.

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Einsatz gegen Hepatitis B 

Nachdem festzustellen ist, dass die Zahl der Infektionen rasch steigt, setzt sich Bénin Santé derzeit insbesondere gegen Hepatitis B ein. Die primäre Zielgruppe sind SchülerInnen im Alter zwischen 12 und 19. Nachdem diese eine große Bevölkerungsgruppe bilden, erreicht Bénin Santé damit einen wichtigen Teil der Bevölkerung. Folgende Aktionen werden gesetzt:

  1. Informationskampagnen über die Risiken von und Vorbeugungsmaßnahmen gegen Hepatitis B, insbesondere in Schulen, aber auch auf Märkten oder anderen öffentlichen Plätzen sowie gezielt für Schwangere und medizinisches Personal
  2. Screenings, primär in Verbindung mit Informationskampagnen
  3. Impfungen, ebenfalls in Verbindung mit Informationskampagnen
  4. Behandlungen von Personen, die sich diese sonst nicht leisten könnten
  5. regelmäßige Kontrolle Infizierter, die diese Kontrollen nicht bezahlen könnten

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